<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://faktenradar.9xsrv.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Brigitte_Rondholz</id>
	<title>Brigitte Rondholz - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://faktenradar.9xsrv.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Brigitte_Rondholz"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://faktenradar.9xsrv.com/index.php?title=Brigitte_Rondholz&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-11T08:29:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Faktenradar</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://faktenradar.9xsrv.com/index.php?title=Brigitte_Rondholz&amp;diff=678&amp;oldid=prev</id>
		<title>Faktenradar Redakteur: Artikel «Brigitte Rondholz» angelegt/aktualisiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://faktenradar.9xsrv.com/index.php?title=Brigitte_Rondholz&amp;diff=678&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-05-10T23:02:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Artikel «Brigitte Rondholz» angelegt/aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;Brigitte Rondholz prägte jahrelang die deutschsprachige Rohkost-Szene, propagierte eine radikale „Urkost“ und griff Impfungen, Schulmedizin und den Umgang mit HIV/AIDS massiv an. Ihre Positionen stoßen auf breite Kritik.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Von der Rohkost zur „Urkost“: Werdegang und Netzwerke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_eba27b34_Rondholz05.jpg|thumb|right|Von der Rohkost zur „Urkost“: Werdegang und Netzwerke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brigitte Rondholz, geboren 1951, trat erstmals Anfang der 2000er-Jahre als Verfechterin einer besonders strikten Rohkostform in Erscheinung, die sie gemeinsam mit Franz Konz als „Urkost“ beziehungsweise „Urmethodik“ bewarb. Im Mittelpunkt steht ausschließlich unerhitzte pflanzliche Kost, ergänzt durch ein eigenes „Urtraining“. Bis 2012 firmierte Rondholz als „Vizepräsidentin“ des Bundes für Gesundheit (BFG), eines Vereins, den Konz gegründet hatte; eine entsprechende Position ist jedoch weder in der Satzung noch in offiziellen Verlautbarungen des BFG dokumentiert. Nach einem öffentlichen Zerwürfnis – in der Szene als „Leberkäs-Affäre“ bekannt – distanzierte sie sich von Konz. Im August 2013 teilte der BFG mit, Rondholz habe „keine Funktionen mehr im Verein“. Ein Jahr darauf gründete sie mit zwei Mitstreiterinnen den Verein „Die Naturköstler e. V.“, der sich laut eigener Angabe für die „Verbreitung der veganen Idee durch unser Vorbild“ einsetzen wollte. Das Registergericht löschte die Körperschaft 2017 wieder, ohne dass nennenswerte Projekte öffentlich geworden wären. Seit 2015 verlagerte Rondholz ihren Schwerpunkt: Auf Facebook und kleineren Internetforen kommentiert sie vorwiegend politische Ereignisse; die einst zentrale Thematik Ernährung trat in den Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kernbotschaften der „Urkost“: Tropenfrüchte, Wildkräuter, Eigenbeobachtung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_eba27b34_300px-RondholzPension.jpg|thumb|left|Kernbotschaften der „Urkost“: Tropenfrüchte, Wildkräuter, Eigenbeobachtung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die praktische Umsetzung der „Urkost“ gestaltet sich schwierig, da mit heimischen Wildpflanzen allein der Energiebedarf kaum gedeckt werden kann. Rondholz empfiehlt deshalb exotische Früchte wie Durian, Jackfrucht, Safu oder unreife Kokosnüsse („Trinkpagoden“). Diese Produkte sind über Versandhändler erhältlich, kosten jedoch wegen Luftfracht und Import mehrere Euro pro Stück. Um Kritik an dieser Preisstruktur zu entgegnen, betont sie, dass man „auch ohne Tropenfrüchte auskommen“ könne. Als Beleg führt sie einen Dänemark-Urlaub an, bei dem sie ausschließlich mit einheimischen Wildpflanzen gelebt habe. Für Menschen mit geringem Budget lautet ihr Rat: „Wer arm ist, muss viel sammeln gehen.“ Ein weiteres zentrales Element ist die Selbstbeobachtung: Nach eigenen Angaben verändert sich bei konsequenter „Urkost“ die Verdauung so stark, dass Stuhlgang geruchlos, cremig und rückstandslos vonstattengehe. Diese Beschaffenheit wertet sie als „Beweis“ für die Überlegenheit der Ernährungsform. Für die Kinder-CD „Roh macht froh!“ schrieb sie Texte, in denen sich Kinder gegen gekochte Mahlzeiten und für Obst, Wildkräuter sowie Samen aussprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik an Schulmedizin, Impfungen und Vorsorgeprogrammen ==&lt;br /&gt;
Rondholz zählt seit Jahren zu den profiliertesten Impfkritikern im deutschsprachigen Internet. In Artikeln und Vorträgen verweist sie wiederholt auf Autoren wie Gerhard Buchwald, Hans Tolzin und Joseph Mercola sowie auf den Kopp-Verlag. Bereits die Influenza-Impfkampagne 2009/2010 lehnte sie mit Verweis auf angebliche Nanopartikel und das Adjuvans Squalen ab. Auch Tetanus-Impfungen hält sie für unnötig; stattdessen empfiehlt sie die Anwendung von Heilerde auf Wunden. Die routinemäßige Neugeborenen-Screening-Untersuchung auf Phenylketonurie (PKU) bezeichnet sie als „sinnlos“, obwohl die Stoffwechselstörung bei unbehandeltem Verlauf zu schwerem geistigen Entwicklungsschaden führt. Während der Corona-Pandemie verwendete sie wiederholt das Schlagwort „Plandemie“ und lehnte Schutzmaßnahmen sowie COVID-19-Impfungen ab. Zudem attackiert sie die medikamentöse ADHS-Therapie: Einen 2012 verbreiteten Beitrag mit der Überschrift „Ritalin: Die gefährlichste Droge der Welt“ stützte sie auf Texte des rechtskräftig wegen sexuellen Missbrauchs Verurteilten Roland Reichmann. Auch Organspenden lehnt sie ab und bezeichnet Blutspenden als nicht vereinbar mit ihrer Weltanschauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== AIDS-Leugnung, Borreliose-Darstellung und weitere medizinische Themen ==&lt;br /&gt;
Brigitte Rondholz bedient sich in ihren Texten durchgehend der Typografie „AIDS“, bezeichnet Betroffene als „sogenannte AIDS-Kranke“ und beruft sich auf Stefan Lanka sowie weitere Autoren, die die Existenz des HI-Virus bestreiten. Demgegenüber steht der wissenschaftliche Konsens, dass HIV die Ursache des erworbenen Immunschwächesyndroms ist. Auch zur Borreliose vertritt sie eine abweichende Position: Zeckenbisse seien weitgehend harmlos, Warnungen vor der Infektionskrankheit eine Kampagne des „Pharmakartells“. Im Frühjahr 2009 berichtete sie jedoch, im Vorjahr selbst an Borreliose erkrankt zu sein. Statt einer antibiotischen Standardtherapie setzte sie auf dreiwöchiges „Erdfasten“ ausschließlich mit Heilerde und erklärte sich anschließend für geheilt. Den Widerspruch, dass jemand, der sich strikt an die „Urkost“ halte, eigentlich nicht erkranken dürfe, führt sie auf „von außen“ einwirkenden Stress zurück. Gleiches gilt für Fieber: Sie fordert, das Symptom nicht medikamentös zu senken, da es ein „Heilungsmittel“ des Körpers sei. Auch zu Vitamin D erklärt sie, die Substanz werde erst 48 Stunden nach Sonnenbad in die Haut aufgenommen; deshalb dürfe man sich nicht mit Seife waschen – mit Ausnahme der „stinky spots“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kommerzielle Projekte, Bücher und mediale Selbstdarstellung ==&lt;br /&gt;
Vor ihrer Karriere als Ernährungsaktivistin warb Rondholz für ein Produkt namens „Waschdisk“, einen Magneten, der angeblich Waschmittel überflüssig machen sollte. Die Technische Universität Berlin dementierte eine behauptete Empfehlung daraufhin umgehend. Später betrieb sie eine Kinderbetreuung in Meckenheim und brachte 2011 das Buch „Urkost. Besser essen – besser leben“ heraus. Das Vorwort stammte von Karl Probst, einem bekannten Impfgegner. Rezensenten monierten, große Teile des Buches seien aus Internetquellen zusammenkopiert und weitgehend ohne Quellenangabe übernommen. Seit 2014 listet sie gemeinsam mit Probst das Werk „Vegan für alle – Warum wir richtig leben sollten“, in dem die Autoren behaupten, bei Veganern könne es keinen Vitamin-B12-Mangel geben – ein medizinisch widerlegter Mythos. In Blogs und sozialen Medien präsentiert Rondholz sich gern in Fotoserien, die jugendliches Aussehen und sportliche Fitness dokumentieren sollen. Sie erklärt, täglich zwei bis drei Stunden Sport zu treiben und ihr Alter ausschließlich der „Urmethodik“ zu verdanken. Hinweise auf eine akademische oder berufliche Qualifikation in Ernährungswissenschaften, Medizin oder Journalistik liegen nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Wahrnehmung und aktuelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Während ihrer aktivsten Phase erreichte Rondholz ein engagiertes, wenn auch überschaubares Publikum in Veganer- und Rohkostforen. Nach Schätzung von Beobachtern nahm die Zahl ihrer Anhänger seit Mitte der 2010er-Jahre deutlich ab; auf ihrer Facebook-Seite finden sich inzwischen kaum noch Kommentare Dritter. Dennoch bleiben ihre Texte in einschlägigen Gruppen präsent, Impfkritik, AIDS-Leugnung und alternative Heilmethoden werden dort weiterverbreitet. Fachgesellschaften und Wissenschaftsjournalisten weisen regelmäßig darauf hin, dass zentrale Behauptungen der „Urkost“-Propaganda empirisch nicht abgesichert seien und potenziell gesundheitsschädlich wirken könnten. Die Deutsche Aidshilfe sowie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung stufen die entsprechenden Aussagen als irreführend ein. Aktuelle Angebote von Rondholz beschränken sich auf Einzelcoachings zur „Urmethodik“ und Auftritte auf Esoterik-Messen. Ihre früheren Webprojekte rohkost.info und urkostmitbrigitte.de sind nicht mehr erreichbar; neue Domains wurden bisher nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
# [http://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Justiz&amp;amp;Dokumentnummer=JJT_20111004_OGH0002_0130OS00094_11I0000_000 Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der Republik Österreich vom 4. Oktober 2011, Geschäftszahl 13Os94/11i]&lt;br /&gt;
# [http://www.psiram.com/media/BrigitteRondholz/Freimann-Gefecht.pdf Dokumentation juristischer Auseinandersetzungen mit „Freimann“ (PDF)]&lt;br /&gt;
# [https://www.psiram.com/de/index.php/Brigitte_Rondholz#cite_ref-29 Spiegel TV: „Feindbild Fleisch. Vegetarier auf dem Vormarsch“, SAT1-Sendung vom 28. März 2011]&lt;br /&gt;
# [https://www.facebook.com/brigitte.rondholz Facebook-Profil von Brigitte Rondholz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* Brigitte Rondholz: „Urkost. Besser essen – besser leben“, Hans Nietsch Verlag 2011, ISBN 978-3-939582-43-4&lt;br /&gt;
* Brigitte Rondholz, Karl Probst: „Vegan für alle – Warum wir richtig leben sollten“, Hans Nietsch Verlag 2014&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pseudomedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Desinformation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verschwörungstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Faktenradar Redakteur</name></author>
	</entry>
</feed>