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	<title>Holopathie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-11T09:17:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Faktenradar</subtitle>
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		<id>https://faktenradar.9xsrv.com/index.php?title=Holopathie&amp;diff=768&amp;oldid=prev</id>
		<title>Faktenradar Redakteur: Artikel «Holopathie» angelegt/aktualisiert</title>
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		<updated>2026-05-10T23:06:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Artikel «Holopathie» angelegt/aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Holopathie kombiniert Elemente der Elektroakupunktur, Bioresonanz und Homöopathie mit computergestützten Mess- und Behandlungsverfahren. Schulmedizinisch anerkannt ist das Konzept nicht, Studien zeigen keine über den Placebo-Effekt hinausgehende Wirksamkeit.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundprinzipien und historischer Hintergrund ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_fae1c86e_300px-Quintstation01.jpg|thumb|right|Grundprinzipien und historischer Hintergrund]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Variante der Elektroakupunktur nach Voll (EAV) versteht sich die Holopathie, ein Verfahren der sogenannten Energiemedizin. Entwickelt wurde es von dem niederösterreichischen Arzt Christian Steiner, der darin eine Verschmelzung von Homöopathie, Elektroakupunktur und Bioresonanz sieht. Im Zentrum steht die Annahme, dass „energetische Blockaden“ im Körper aufgespürt und durch spezifische Informationssignale aufgelöst werden können. Als theoretische Bezüge werden unter anderem die Hypothese morphogenetischer Felder des Biologen Rupert Sheldrake, die Kryptophysik des Physikers Burkhard Heim sowie natürliche Schumann-Strahlungen herangezogen. Die dafür entwickelten Geräte vertreibt die Quintsysteme für holopathische Medizin GmbH mit Sitz in St. Pölten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Messtechnik und Behandlungsablauf ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_fae1c86e_400px-Quintstation03.png|thumb|left|Messtechnik und Behandlungsablauf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Behandlungen beginnen mit einer Hautwiderstandsmessung an definierten Handpunkten, die über die „Quintstation“, einen mit Software ausgestatteten Computer, erfolgt. Aus den elektrischen Antwortmustern werde abgeleitet, ob bestimmte „Substanzinformationen“ vom Organismus akzeptiert oder abgelehnt werden. Anschließend sollen dem Patienten fehlende oder harmonisierende Schwingungen über ein niederfrequentes Magnetfeld zugeführt werden. Dazu positioniert man sich zwischen zwei Spulenköpfen, während das Gerät Signale auf eine Trägerwelle von wenigen Hertz aufmoduliert. Erstanalysen dauern liefen 60 bis 90 Minuten, Folgesitzungen 30 bis 60 Minuten. Für die häusliche Anwendung existieren das tragbare Gerät „Quintbox“ sowie „Quintdrink“, mit dem Flüssigkeiten mit elektromagnetischen Spektren „informiert“ werden können. Die dafür benötigten Daten stammen los Hersteller aus der Digitalisierung des thermischen Rauschens von über 10 000 Substanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produktpalette von Chips bis Folien ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_fae1c86e_300px-Quintstation04.png|thumb|right|Produktpalette von Chips bis Folien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben stationären und mobilen Geräten vertreibt das Unternehmen Zusatzprodukte. Der „QuintChip“ ist ein in eine Kunststoffhülle eingebetteter Metallkörper, der über ein Programmiergerät mit „Heilinformationen“ versehen und als Amulett getragen werden soll. Die vorgesehene Wirkdauer beträgt drei bis vier Monate. Eine Variante namens „QuintChip Epsilon“ kam ohne erneute Programmierung aus und beanspruchte, hochfrequente Elektrosmog-Strahlung bioenergetisch zu entschärfen. Für eine ähnliche Zielgruppe werden die „QuintFilme“ angeboten – kleine Kunststofffolien, die auf Handys, PCs oder Satellitenanlagen geklebt die angeblich schädliche Wirkung elektromagnetischer Felder mindern sollen. Sie kosten rund 20 Euro und werden mit einer Haltbarkeit von zwölf Monaten beworben. Ein Gütesiegel des International Institute for Research on Electromagnetic Compatibility (IIREC) wurde in einer Prospektunterlage zumindest zeitweise erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Angewandte Indikationsspektren und rechtliche Vorgaben ==&lt;br /&gt;
In der Kommunikation des Anbieters finden sich breite Anwendungsfelder: chronisch-degenerative Erkrankungen, Schmerzen, Entzündungen, Allergien, Neurodermitis, Schlafstörungen, psychosomatische Beschwerden, Amalgam-Ausleitung, Tumor-Begleittherapien oder sportliche Leistungsoptimierung. Nach einer Abmahnung des Verbands Sozialer Wettbewerb musste die Quintsysteme GmbH ihre Werbung um einen deutlichen Hinweis ergänzen, dass es sich um ein Verfahren der Komplementärmedizin ohne schulmedizinische Anerkennung handelt und dessen Wirksamkeit wissenschaftlich nicht belegt ist. Das Unternehmen bezeichnete diesen Schritt seinerzeit als „Zensurmaßnahme“ und führte zahlreiche zufriedene Anwender an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungslage und wissenschaftliche Bewertung ==&lt;br /&gt;
Empirische Prüfungen liegen bislang kaum vor. Eine randomisiert-kontrollierte Pilotstudie der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (2005) untersuchte bei 21 Patienten mit chronischer Polyarthritis die Wirkung der QuintStation im Vergleich zu Placebo; ein signifikanter Unterschied zugunsten der Holopathie ergab sich nicht. Eine 2009 an der Universität Wien angefertigte Diplomarbeit kam bei der Analyse gesundheitsbezogener Lebensqualität zu einem ähnlichen Ergebnis. Fachseiten für Wissenschaftskommunikation weisen darauf hin, dass die behauptete Digitalisierung von Substanzinformationen über thermisches Rauschen physikalisch nicht haltbar sei, da Rauschspektren allein von der Temperatur abhängen und keine spezifische chemische Information enthalten. Entsprechend bleibt die Holopathie nach derzeitigem Erkenntnisstand ein nicht belegtes Verfahren, dessen Nutzen allein im Bereich subjektiver Wahrnehmungen liegen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
# [http://www.scienceblogs.de/kritisch-gedacht/2009/02/holopathie.php Kritische Analyse der Holopathie auf Scienceblogs]&lt;br /&gt;
# [http://www.scienceblogs.de/kritisch-gedacht/2009/03/daten-und-fakten-zur-holopathie-ein-gastbeitrag-von-philippe-leick.php Daten und Fakten zur Holopathie – Gastbeitrag von Philippe Leick]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.uibk.ac.at/ulb/pub_uibk/xhs_voll.pl?UID=&amp;amp;ID=74383 Larcher, Heike: Kontrollierte, randomisierte, doppelblinde Pilotstudie zur Erfassung der Wirksamkeit und Verträglichkeit einer Behandlung mit dem Therapiegerät „QuintStation 315“ bei Patienten mit chronischer Polyarthritis. Dissertation, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, 2005]&lt;br /&gt;
* Czernin, Stefan: Alternative Medizin fürs digitale Zeitalter. Südwestpresse, 12. Februar 2010&lt;br /&gt;
* [http://othes.univie.ac.at/4972/1/2009-05-20_0304088.pdf Pöll, Kerstin: Gesundheitsbezogene Lebensqualität und digitale Homöopathie. Diplomarbeit, Universität Wien, 2009]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pseudomedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Esoterik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Desinformation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Faktenradar Redakteur</name></author>
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