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	<title>Rubikon News - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-11T13:54:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Faktenradar</subtitle>
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		<id>https://faktenradar.9xsrv.com/index.php?title=Rubikon_News&amp;diff=275&amp;oldid=prev</id>
		<title>Faktenradar Redakteur: Artikel «Rubikon News» angelegt/aktualisiert</title>
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		<updated>2026-05-10T21:34:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Artikel «Rubikon News» angelegt/aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;2017 als „Magazin für die kritische Masse“ gestartet, verlor Rubikon News 2023 seine Domain und Marke – und ging als Manova News weiter. Eine Chronik über Gründer, Inhalte und Kontroversen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung, Selbstverständnis und personelle Struktur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_aca9ca3d_320px-Jens_Wernicke.jpg|thumb|right|Gründung, Selbstverständnis und personelle Struktur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 2017 ging Rubikon News online, initiiert von der „Initiative zur Demokratisierung der Meinungsbildung gGmbH“ mit Sitz in Mainz. Gesellschafter und Geschäftsführer war zunächst Jens Wernicke, zuvor Mitarbeiter des Blogs NachDenkSeiten und des Schweizer Historikers Daniele Ganser. Die GmbH firmiert weiterhin im Handelsregister, seit 2023 wird Jana Pfligersdorffer als Geschäftsführung genannt. Parallel existiert die Rubikon Betriebsgesellschaft mbH in München, deren Geschäftsführung 2023 Florian Peter Osrainik übernahm. Finanziert wurde das Projekt nach eigenen Angaben durch Spenden und Förderabonnements; die Redaktion verzichtete bis zuletzt auf klassische Werbeeinnahmen. Das Impressum listete zeitweise neben Wernicke die Redakteure Roland Rottenfußer und Florian Ernst Kirner auf. Ein Beirat mit durchschnittlich über 65 Jahren unterstützte das Magazin; unter den 20 namentlich genannten Personen finden sich neben dem Schweizer Friedensforscher Daniele Ganser auch der Kommunikationswissenschaftler Rainer Mausfeld, die Schriftstellerin Daniela Dahn sowie der Liedermacher Konstantin Wecker. Mehrere Beiratsmitglieder waren wiederholt durch eine eindeutig positive Haltung gegenüber der russischen Regierung aufgefallen, darunter der ehemalige RT-Deutsch-Chefredakteur Ivan Rodionov, der 2017 und 2019 selbst Beiträge für Rubikon verfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlust der Marke und Übergang zu Manova News ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_aca9ca3d_320px-Jana_Pfligersdorffer_Rubikon_Manova_News.jpg|thumb|left|Verlust der Marke und Übergang zu Manova News]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. April 2023 teilte das Team unter der Überschrift „Wir sind umgezogen“ mit, man habe „die Nutzungsrechte an der Marke Rubikon und dieser Domain“ verloren. Organisatorische Gründe machten eine Fortsetzung unter dem alten Namen unmöglich. Alle bisherigen Beiträge sowie künftige Artikel und Videos erschienen von diesem Tag an unter der neuen Adresse manova.news. Die Verantwortlichen betonten, dass sich an den Macherinnen und Machern nichts ändere. Auch die Kontaktadresse der Mainzer gGmbH blieb laut Impressum zunächst identisch. Die alte Domain rubikon.news wurde nicht mehr gepflegt; Besucher wurden automatisch auf die neue Seite weitergeleitet. In der Folge löste sich die visuelle Ähnlichkeit weitgehend auf: Logo, Layout und Claim wurden angepasst, um Markenrechtskonflikten aus dem Weg zu gehen. Beobachter werteten den Schritt als Indiz dafür, dass interne Differenzen oder finanzielle Probleme hinter dem abrupten Wechsel standen; offiziell wurde dazu jedoch keine Stellung genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltliche Schwerpunkte und umstrittene Thesen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_aca9ca3d_320px-Dirk_Sadlowski.jpg|thumb|right|Inhaltliche Schwerpunkte und umstrittene Thesen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rubikon verstand sich als Gegenentwurf zu „Massenmedien“ und setzte sich thematisch vor allem mit US-amerikanischer Außenpolitik, Nato-Manövern, der Corona-Politik der Bundesregierung sowie der israelisch-palästinensischen Konfliktregion auseinander. Kritik erhielt das Magazin wiederholt, weil es Texte veröffentlichte, die wissenschaftlich gesicherte Erkenntnissen widersprachen. So erschien 2017 ein Artikel, in dem der Medizinlaie Torsten Engelbrecht gemeinsam mit dem Arzt Claus Köhnlein die These vertrat, eine HIV-Infektion sei nicht zwingend Auslöser von AIDS. Zwar wurde ein konträrer Beitrag eines Virologen beigegeben, doch die Gleichwertigkeit der Darstellung wurde von Fachleuten als irreführend kritisiert. Auch zur Corona-Pandemie veröffentlichte Rubikon zahlreiche Beiträge, die Maßnahmen der Bundesregierung pauschal als „Narrativ vom Virus“ bezeichneten. Texte des Physikers Peter F. Mayer behaupteten 2021, es gebe „noch nie so viele Todesfälle und Nebenwirkungen durch Impfungen“. YouTube verwarnte den Kanal zweimal wegen Verstoßes gegen Community-Richtlinien; die Redaktion sprach von „Zensur“. Weitere wiederkehrende Topoi waren die Leugnung oder Relativierung des islamistischen Terrorismus nach dem 11. September 2001 sowie die Verbreitung von Thesen über einen „Tiefen Staat“, der westliche Anschläge selbst inszeniere. So wurde 2017 ein Interview mit dem Verschwörungstheoretiker Elias Davidsson veröffentlicht, der alle großen Terroranschläge der vergangenen Jahrzehnte als „Fake Terror“ bezeichnete. Ein Tag später erschien der Text leicht gekürzt beim russischen Staatssender Sputnik, allerdings unter einem anderen Interviewer-Namen und ohne Hinweis auf die Erstveröffentlichung bei Rubikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption, Kritik und Einordnung durch Medien ==&lt;br /&gt;
Etliche etablierte Medien ordneten Rubikon als „Querfront-Magazin“ ein. Der Spiegel bezeichnete die Plattform 2020 als „Hausmedium der Protestler“ und verband dies mit der Feststellung, Rubikon verbreite „immer wieder verschwörungsideologische Beiträge“. Die Süddeutsche Zeitung attestierte dem Portal, im Feindbild vereint zu sein – „falsch, aber faszinierend“. Deutschlandfunk-Journalistin Christiane Enkeler urteilte, Rubikon sei ein „unglaublich buntes Haufen“-Projekt, das renommierte Autoren mit bis dahin weitgehend unbekannten Schreibern verbinde. Tatsächlich publizierten neben Daniele Ganser und Rainer Mausfeld auch der Publizist Mathias Bröckers, der Journalist Patrik Baab sowie der Ex-Bundestagsabgeordnete Willy Wimmer Beiträge. Gleichzeitig verfassten Autoren wie Ullrich Mies Texte, die den Anschlag vom 11. September 2001 als Insider-Job darstellten, oder der Blogger Peter Frey, der eine unkritische Lektüre von Adolf Hitlers „Mein Kampf“ empfahl. Die ehemalige Rubikon-Autorin Gaby Weber erklärte, nach drei Wochen wieder ausgestiegen zu sein, weil es „schlechten Journalismus“ gebe und kritische Kommentare systematisch gelöscht würden. Auch der frühere Autor Wolf Wetzel veröffentlichte 2018 einen kritischen Erfahrungsbericht, in dem er monierte, hinter dem „Team“ stehe im Wesentlichen nur Jens Wernicke in mehrfacher Funktion. Die Universität Bonn distanzierte sich 2022 von der Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot, nachdem sie wiederholt bei Manova News publiziert hatte; ein formaler Ausschluss erfolgte nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auslandsgründung und juristische Rahmenbedingungen ==&lt;br /&gt;
Im März 2021 gab Jens Wernicke über Rubikon bekannt, er habe Deutschland verlassen und sei nach Lateinamerika ausgewandert, um „einer weiteren Kriminalisierung kritischen Denkens zuvorzukommen“. Gleichzeitig meldete er in Florida die „Libertas Publishing LLC“ an. Diese Schritte interpretierten Beobachter als Versuch, künftige juristische Auseinandersetzungen im deutschen Rechtsraum zu vermeiden. Die Betreiber hatten wiederholt mit Abmahnungen zu tun, unter anderem wegen Verdachts auf Markenrechtsverletzungen und wegen strafrechtlicher Anzeigen wegen Volksverhetzung nach Veröffentlichung antisemitischer Inhalte. Die gGmbH in Mainz blieb jedoch bestehen; ihre Geschäftsführerin Jana Pfligersdorffer fungiert auch weiterhin als verantwortliche Redaktionsleitung von Manova News. Die neue US-amerikanische Gesellschaft übernimmt offenbar Lizenzen für Übersetzungen und den Vertrieb englischsprachiger Artikel, darunter regelmäßig Beiträge des US-Verschwörungstheoretikers Paul Craig Roberts. Ein ehrenamtliches Lektoratsteam entscheidet nach eigenen Angaben über Streichungen, wenn Inhalte als potenziell diskriminierend eingestuft werden – etwa wenn die Religionszugehörigkeit von Personen erwähnt wird. Kritiker werfen dem Magazin vor, mit dieser Praxis zwar vorsichtiger als frühere Ableger auftreten zu wollen, gleichzeitig aber weiterhin Texte zu verbreiten, die wissenschaftliche Erkenntnisse leugnen oder extremistische Narrative bedienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
# [https://uebermedien.de/50234/online-magazin-rubikon-zweifel-in-der-eigenen-echo-kammer/ Übermedien: Online-Magazin „Rubikon“: Zweifel in der eigenen Echo-Kammer]&lt;br /&gt;
# [http://www.deutschlandfunk.de/das-magazin-rubikon-journalistischer-grenzgaenger.2907.de.html?dram:article_id=390378 Deutschlandfunk: Das Magazin Rubikon – Journalistischer Grenzgänger]&lt;br /&gt;
# [https://www.sueddeutsche.de/politik/im-feindbild-vereint-falsch-aber-faszinierend-1.4903960 Süddeutsche Zeitung: Im Feindbild vereint – falsch, aber faszinierend]&lt;br /&gt;
# [https://www.spiegel.de/politik/deutschland/innenminister-warnen-vor-corona-verschwoerungstheorien-wut-und-wahnsinn-a-00000000-0002-0001-0000-000170816289 Spiegel: Sturm der Lügen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verschwörungstheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Faktenradar Redakteur</name></author>
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