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	<id>https://faktenradar.9xsrv.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Spritsparkarte</id>
	<title>Spritsparkarte - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-11T09:17:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Faktenradar</subtitle>
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		<id>https://faktenradar.9xsrv.com/index.php?title=Spritsparkarte&amp;diff=926&amp;oldid=prev</id>
		<title>Faktenradar Redakteur: Artikel «Spritsparkarte» angelegt/aktualisiert</title>
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		<updated>2026-05-10T23:14:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Artikel «Spritsparkarte» angelegt/aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;Kreditkartenähnliche Produkte versprechen bis zu 25 Prozent weniger Benzin- oder Dieselverbrauch, ohne ins Fahrzeug eingebaut zu werden. Tests und Behörden finden keine messbare Wirkung, ahnden aber geschäftliche Begleiterscheinungen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produktidee und Verbreitungswege ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_6e6c73a4_MPT.jpg|thumb|right|Produktidee und Verbreitungswege]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sogenannten Spritsparkarten sind dünne Plastikkarten, die laut Anbieter in der Nähe von Motor oder Tank aufbewahrt werden sollen. Schon dadurch werde der Kraftstoff durch „Hologramme“, „Frequenzen“ oder „freie Energien“ beeinflusst und die Verbrennung effizienter, wodurch sich ein Mehr an Reichweite ergebe. Die Kosten für eine Karte bewegen sich laut Angeboten zwischen 300 und 500 Euro. Vertrieben werden die Produkte häufig über Network-Marketing, bei dem Endkunden weitere Kunden werben. Auf Messen und in Online-Foren werden daneben Zusatzgeräte wie Wasserstoff-Elektrolyseure, Magnete oder spezielle Lacke präsentiert, die ebenfalls bis zu einem Viertel Sprit einsparen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Untersuchungen und behördliche Reaktionen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_6e6c73a4_300px-Fahroptimierer_Gute_Fahrt_Globuli_2020.jpg|thumb|left|Untersuchungen und behördliche Reaktionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unabhängige Labore und Automobilclubs haben bisher keinen messbaren Einfluss solcher Karten auf Verbrauch oder Abgaswerte feststellen können. Die amerikanische Fernsehsendung „Good Morning America“ ließ 2006 die MPT-Kraftstoffscheibe in einem zertifizierten Testlabor prüfen: Die Kraftstoffmenge blieb gegenüber einer Kontrollfahrt nahezu identisch &amp;lt;ref&amp;gt;http://abcnews.go.com/GMA/PainAtThePump/story?id=1850045&amp;amp;page=1&amp;lt;/ref&amp;gt;. In Deutschland untersagte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) der FISS-Management AG im September 2008 die Aufnahme von Anlegergeldern, weil das Unternehmen dafür keine Bankerlaubnis besaß. Nach BaFin-Angaben hatten rund 1.000 Verbraucher Darlehen zwischen 250 Euro und monatlichen Raten von 50 Euro über fünf bis zehn Jahre übernommen, um eine jährliche Verzinsung von bis zu 16 Prozent zu erhalten &amp;lt;ref&amp;gt;http://www.bafin.de/cln_109/nn_723252/SharedDocs/Mitteilungen/DE/Verbraucher/VM__Unerlaubte/vm__081001___20fiss.html&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Rückabwicklung wurde angeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele und Erläuterungen einzelner Angebote ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_6e6c73a4_Fiss80.jpg|thumb|right|Beispiele und Erläuterungen einzelner Angebote]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die MPT-Kraftstoffscheibe („Smog Buster“) sollte laut Herstellerangaben durch ein Hologramm im Tank die Benzinmoleküle „aufbereiten“. Zusätzlich wurden Pillen vertrieben, die dem Kraftstoff beigemischt werden konnten. Nachdem US-Verbraucherschützer Anzeige erstatteten, wurde die Bioperformance Inc. geschlossen und Betrug vorgeworfen &amp;lt;ref&amp;gt;http://www.consumeraffairs.com/news04/2006/05/tx_fuel_pills.html&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Schweizer Safina AG vertrieb für die FISS-Gruppe Partizipationsscheine, während die deutsche FISS-Management AG Karten wie „SSC 299“ bewarb. Als „wissenschaftlicher“ Nachweis wurden Wünschelrutengänge nach der Methode des Radiästhesisten Otto Höpfner angeführt. Weitere Produkte wie der „Harmony Chip“, „Spritsparcard“ oder der „Grander ECO-Kat“ nutzen ähnliche Argumentationsmuster: Behauptete Schwingungsinformationen, Informationswasser oder Tachyonen würden die Oberflächenspannung des Kraftstoffs verändern. Preise bewegen sich zwischen knapp 400 Euro für den ECO-Kat und über 2.000 Euro für aufwendige Elektrolyse-Zusatzgeräte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warum sich scheinbare Einsparungen einstellen können ==&lt;br /&gt;
Verkehrspsychologen erklären dennoch gelegentlich berichtete Verbrauchs-Rückgänge mit dem Placebo-Effekt: Wer mehrere hundert Euro für eine Karte ausgibt, achtet stärker auf moderates Beschleunigen und frühes Schalten. Diese veränderte Fahrweise kann tatsächlich einige Prozent Kraftstoff einsparen, ohne dass das Produkt selbst eine technische Wirkung entfaltet. Tests des ADAC an Additiven, Magneten und Propeller-Einsätzen kommen regelmäßig zu dem Ergebnis, dass allein das Fahrverhalten den relevanten Hebel darstellt &amp;lt;ref&amp;gt;http://www.adac.de/Tests/Zubehoertests/Spritspar_Mittel/default.asp&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch zeigte sich in US-Verbraucherschutz-Tests, dass Fahrzeuge mit angebrachter MPT-Scheibe keinen signifikanten Unterschied im Abgasverhalten aufwiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Wurzeln und aktuelle Marktüberwachung ==&lt;br /&gt;
Bereits 1936 warnte die US-Zeitschrift „Modern Mechanix“ vor „Treibstoff-Betrügereien“, in denen Zusatzmittel oder Magnete ein ähnliches Einsparpotenzial versprachen &amp;lt;ref&amp;gt;http://blog.modernmechanix.com/2008/03/09/beware-the-gasoline-dope-racket/&amp;lt;/ref&amp;gt;. Seither tauchen Produkte regelmäßig mit neuen Begriffen wie „Spintronik“ oder „Raumenergie“ auf. Die Europäische Union verstärkte 2022 ihre Marktüberwachung für energiesparende Zusatzgeräte, nachdem TÜV-Berichte zeigten, dass einige Angebote den Kraftstoffverbrauch durch zusätzliche elektrische Lasten sogar erhöhen. Verbraucherschützer raten, angekündigte Tests unabhängiger Institute einzufordern und auf BaFin- oder EU-Warnlisten zu prüfen, bevor Geld investiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
# [http://www.adac.de/Tests/Zubehoertests/Spritspar_Mittel/default.asp ADAC-Zubehör-Test: Spritsparmittel]&lt;br /&gt;
# [http://www.bafin.de/cln_109/nn_723252/SharedDocs/Mitteilungen/DE/Verbraucher/VM__Unerlaubte/vm__081001___20fiss.html BaFin-Verbrauchermitteilung zur FISS-Management AG]&lt;br /&gt;
# [http://abcnews.go.com/GMA/PainAtThePump/story?id=1850045&amp;amp;page=1 ABC News: Kraftstoff-Test der MPT-Karte]&lt;br /&gt;
# [http://www.consumeraffairs.com/news04/2006/05/tx_fuel_pills.html Consumer Affairs: Bericht über Bioperformance]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Desinformation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Esoterik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pseudomedizin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Faktenradar Redakteur</name></author>
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