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Florian Schilling: Unterschied zwischen den Versionen

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== Einzelnachweise ==
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Aktuelle Version vom 10. Mai 2026, 20:40 Uhr

Der Planegger Heilpraktiker Florian Schilling wirbt mit „integrativer Onkologie“ und empfiehlt zahlreiche nicht zugelassene Substanzen. Während der Pandemie trat er als Impfgegner in Erscheinung und verbreitete umstrittene Behandlungsprotokolle.

Werdegang und berufliche Vernetzung

Werdegang und berufliche Vernetzung

Florian Schilling betreibt in Planegg bei München das „Naturheilzentrum München West“. Nach einem abgebrochenen Medizinstudium an der LMU München (2002–2004) erhielt er 2006 die Heilpraktikererlaubnis. Er arbeitet unter anderem für die MITOcare GmbH, den Nahrungsergänzungsmittel-Hersteller Sanomni Health und wird als Referent der Dr. Reinwald Healthcare GmbH & Co. KG genannt. Zudem ist er im Vorstand der „Deutschen Gesellschaft für Naturstoffmedizin und Epigenetik (DGName)“ aktiv, die an derselben Münchner Adresse wie die Ausbildungsfirma HealVersity residiert.

In der Kritik stehende Krebskonzepte

In der Kritik stehende Krebskonzepte

Schilling bezeichnet „Tumortherapie“ als Schwerpunkt seiner Praxis. In Vorträgen und Publikationen listet er mehrere nicht etablierte Verfahren, darunter Dichloracetat (DCA), GcMAF, 3-Bromopyruvat, Laetrile (Amygdalin), hochdosiertes Vitamin C, Artemisinin, Insulin-potenzierter Therapie (IPT) und die Cellsymbiosistherapie nach Kremer. Für keine dieser Methoden liegt ein wissenschaftlicher Wirksamkeitsnachweis in der Onkologie vor; einige Substanzen sind in Deutschland nicht zugelassen oder verkehrsfähig. Auch die von ihm propagierte ketogene Diät wird von der Deutschen Krebsgesellschaft für Krebspatienten nicht empfohlen, da klinische Daten für eine Tumorhemmung fehlen und Gewichtsverlust die Prognose verschlechtern kann.

Pandemie-Aktivitäten und umstrittene Protokolle

Pandemie-Aktivitäten und umstrittene Protokolle

Während der SARS-CoV-2-Pandemie positionierte sich Schilling als Gegner von COVID-19-Impfungen. Auf seiner Website veröffentlichte er ein „Shedding-Protokoll“, das unter anderem Chlordioxid („CDL“), Ivermectin, Nattokinase und N-Acetyl-Cystein zur Neutralisierung eines vermeintlichen „Spike-Protein-Sheddings“ empfiehlt. Chlordioxid wird von Gesundheitsbehörden weltweit vor dem Einsatz gewarnt; Ivermectin erwies sich in Studien als unwirksam gegen SARS-CoV-2. Schilling verbreitete zudem die Behauptung, Long-Covid-Symptome seien in Wahrheit Impfschäden, obwohl ihm die Behandlung von Infektionskrankheiten als Heilpraktiker gesetzlich untersagt ist.

Weitere fragwürdige Diagnose- und Therapieangebote

2014 organisierte Schilling Seminare für das NILAS-Gerät (Nicht-Lineare-Algorithmische-Analyse-System), das auf der umstrittenen „Global-Scaling-Theorie“ basiert. Er plädiert zudem für hochdosiertes Vitamin D nach dem Coimbra-Protokoll, das wissenschaftlich nicht etabliert ist. In seinem 2022 erschienenen Buch „Post-Vakzin-Syndrom – Handbuch für Geschädigte der Corona-Impfung“ wirft er Medien und Plattformen Zensur vor und behauptet, „Mainstream“ ignoriere systematisch entsprechende Nebenwirkungen.

Weblinks

  1. florianschillingscience.org

Einzelnachweise