Faktenradar:Über Faktenradar
as Faktenradar ist der Versuch, dieser Beliebigkeit etwas entgegenzusetzen — nicht durch lautere Empörung, sondern durch Sorgfalt. Wir dokumentieren systematisch Personen, Organisationen, Begriffe und Produkte aus dem Umfeld von Pseudowissenschaft, Verschwörungserzählungen und Desinformation im deutschsprachigen Raum. Jeder Eintrag mit Quellen, jeder Eintrag mit Korrekturrecht, jeder Eintrag prüfbar.
Warum es uns gibt
Seit Mitte der 2010er-Jahre ist im deutschsprachigen Raum ein Markt für alternative Wahrheiten entstanden, der die klassischen Grenzen zwischen Esoterik, Heilversprechen und politischem Aktivismus systematisch verwischt. Telegram-Sender mit Millionen Aufrufen verkaufen Antisemitismus als „Finanzkritik“. YouTube-Kanäle mit Studio-Ästhetik bieten Quantenheilung neben Klimawandel-Leugnung. Und neben den Vortragenden steht meist ein Shop.
Wer hier den Überblick behalten will, braucht zweierlei: Geduld — weil die Argumente kompliziert sind und sich oft als „wissenschaftlich“ tarnen. Und Quellen — weil das einzige, was gegen Beliebigkeit hilft, Belegbarkeit ist.
„Es ist viel schwieriger, eine Person von etwas Vernünftigem zu überzeugen, wovon sie sich aus unvernünftigen Gründen ferngehalten hat, als sie überhaupt erst dazu zu bringen, sich der Frage zu stellen.“
Unsere Mission
Wir moralisieren nicht. Wir dokumentieren.
Das Faktenradar soll für jeden Interessierten — Journalistinnen, Lehrkräfte, Angehörige Betroffener, Studierende, einfach Neugierige — ein Recherchewerkzeug sein. Wer wissen will, ob eine Therapieform wirkt, ob ein Vortragender Anhänger einer Verschwörungserzählung ist oder ob hinter einem „Institut“ eine seriöse Forschung steht, soll bei uns einen ersten Anker finden — mit Quellen, die er selbst nachprüfen kann.
Das bedeutet bewusst:
- Keine politische Agenda — wir bewerten Behauptungen, nicht Personen.
- Keine Skandalisierung — Sachlichkeit ist nicht spannungsärmer, sie hält nur länger.
- Kein Aktivismus — wir dokumentieren, was öffentlich nachweisbar ist. Den Rest überlassen wir Leserinnen und Lesern.
Wie wir prüfen: sechs Fragen
Kritisches Denken klingt nach Philosophieseminar — ist aber im Kern Handwerk. Wir stellen an jeden Eintrag die gleichen sechs Fragen.
Wie ein Eintrag entsteht
Hinter jedem Artikel im Faktenradar steckt derselbe Ablauf — das ist Absicht. Standardisierte Verfahren machen Fehler sichtbar.
Was wir nicht sind
- Kein Tribunal. Wir verurteilen nicht. Wir dokumentieren, was öffentlich dokumentierbar ist — oft sind die Belege selbst die schärfste Aussage.
- Keine politische Plattform. Behauptungen werden an Belegen gemessen, nicht an ideologischen Lagern. Genauso wenig wie Schwurbeligkeit ein politisches Spektrum kennt.
- Kein Schiedsgericht. Wer sich ungerecht behandelt sieht, hat ein dokumentiertes Korrekturrecht und im Zweifel den Rechtsweg. Beides nehmen wir ernst.
- Kein abgeschlossenes Werk. Jeder Eintrag ist eine Momentaufnahme. Neue Belege, geänderte Sachverhalte, neue Urteile — alles fließt ein.
Korrekturen, Hinweise, Streit
Wir bekommen Korrekturwünsche regelmäßig. Manche sind hilfreich, manche sind Drohungen, manche beides. Wir behandeln alle nach denselben Regeln:
- Wir prüfen. Jeder Hinweis bekommt eine Antwort.
- Wir korrigieren, wenn der Hinweis stimmt. Mit sichtbarem Hinweis auf die Änderung im Versionslog.
- Wir lassen stehen, wenn der Hinweis nicht stimmt. Mit nachvollziehbarer Begründung.
Für alles gibt es ein Postfach: admin@faktenradar.9xsrv.com.